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Zoll entdeckt Waffenarsenal in Geheimraum

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Dienstag, 23.03.2021 - 17:13
Beschlagnahmte-Waffen © Zollfahndungsamt Stuttgart
Insgesamt wurden 270 Waffen und 8.000 Patronen sichergestellt.

Die Zollfahndung Stuttgart hat während einer Ermittlung gegen einen 69-jährigen Mann aus dem Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg) insgesamt 270 Zivil- und Kriegswaffen sowie 8.000 Schuss Munition entdeckt. Ursprünglich lag ein Verdacht einer zurückliegenden illegalen Einfuhr eines Sturmgewehrs und Munition aus der Schweiz vor, so die Zollfahndung in einer Pressemitteilung. Daher hatte die Staatsanwaltschaft Ellwangen einen Durchsuchungsbefehl erwirkt.

Bei der Durchsuchung stießen die Beamten auf einen erschwert zugänglichen Geheimraum. Darin befanden sich 60 Kriegswaffen, 140 Kurzwaffen, 70 Langwaffen sowie 8.000 Schuss Munition und sechs Kilogramm Treibladungspulver für die Munitionsherstellung. Der 69-Jährige sei im Besitz eines Jagdscheins und habe daher eine Erlaubnis für den Besitz einiger „Zivilwaffen“, heißt es weiter. Viele der Schusswaffen waren geladen. Einige der Kurzwaffen versteckte der Mann in speziell präparierten Büchern.

Beschuldigter wird nach vorläufiger Festnahme wieder freigelassen

Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Laut Pressesprecher der Zollfahndung Stuttgart gegenüber der Redaktion, stelle dieser Vorfall mit den umfangreichen Fund an Schusswaffen eine absolute Ausnahme dar. Nach einer vorläufigen Festnahme wurde der Beschuldigte auf Weisung der Staatsanwaltschaft Ellwangen wieder freigelassen. Gegen den Waffenbesitzer wird nun wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, Waffengesetz und Sprengstoffgesetz ermittelt.


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