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Am Ziel vorbei...

Dieses Foto soll Beweis für gewaltverherrlichende Taten sein. Foto: W. Candreia


Erlegerbilder sind militanten Tierschützern ein Dorn im Auge. So auch im Kanton Graubünden, wo die Tierschutzorganisation "Wild beim Wild" eine Anzeige gegen den Bündner Patentjäger Verband stellte. Unter anderem wird den Jägern "Gewaltverherrlichung" und "Verletzung der Würde von Tiere"n vorgeworfen. Um die Vorwürfe zu untermauern, verwendete die Interessengemeinschaft in ihrer Mitteilung ein Foto aus der Dezember Ausgabe des Magazins (s. links). Allerdings aus dem Kontext gerissen, denn das Bild schmückte den Beitrag „Respekt vor dem Tier – vom Verwerter zur Wegwerfgesellschaft.“ Der Autor schildert darin den heutigen Fleischkonsum, der den Zusammenhang zwischen dem Leben des Tieres, seinem Tod und der Verwertung vermissen lässt. Das Aufbrechen des erlegten Stückes sei wesentlicher Bestandteil der Jagd, sagte Magazin-Redakteur Walter Candreia. Dürfe man dies in einem Fachmedium nicht mehr zeigen, so habe die Gesellschaft ein Problem. Positiv überrascht war er von den Leserkommentaren zu den Berichten in den örtlichen Medien: „Das Abstimmungsresultat von 1230 Stimmen gegen 74 Stimmen zum Kommentar „Besser man zeigt wie es ist“ freuen mich.“
Von Seiten des Bündner Patentjäger Verbands heißt es: Man sehe der Anzeige gelassen entgegen, schreibt „Südostschweiz“.
MH