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Zerstörung von Hochsitzen geht weiter – neue Dimension erreicht

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Samstag, 05.09.2020 - 16:37
Hochsitz-Wald © Winfried Rusch - stock.adobe.com
In den Regionen zwischen Frankfurt, Offenbach und Darmstadt sind Hochsitze das Ziel von Vandalen.

Der Landesjagdverband Hessen hat seine Mitglieder vor möglichen sabotierten Kanzeln gewarnt. Der Grund war ein aufgefundener Hochsitz, bei dem zwei Ständer angesägt wurden. Laut Polizei ereignete sich dieser Vorfall nahe Trebur (Kreis Groß-Gerau, Hessen).

Seit diesem Frühjahr wurden immer wieder zerstörte Hochsitze in den Regionen um Frankfurt, Darmstadt und Offenbach gefunden. Markus Stifter, Pressesprecher des LJV Hessen, erzählt der Redaktion, dass es sich inzwischen um insgesamt 114 kaputte Hochsitze handelt. Fast wöchentlich kommen neue Vorfälle dazu. Bislang waren die jagdlichen Einrichtungen völlig zersägt oder angezündet worden. „Die Hochsitze sollten nicht mehr brauchbar sein“, so Stifter. Nun aber wurden lediglich die Ständer angesägt. Damit erreichen die Vorfälle eine neue Dimension. Ob die Täter es tatsächlich auf die körperliche Unversehrtheit der Jäger abgesehen hatten, erklärt der Pressesprecher, überprüft derzeit die Polizei.

Täter sind wohl Sympathisanten der Animal Liberation Front

Bei den Tätern handelt es sich allem Anschein nach um Sympathisanten der Animal Liberation Front (A.L.F.). Das Kürzel der Tierbefreiungsbewegung war auf fast allen Hochsitzen zu finden. Markus Stifter merkt aber an, dass das Kürzel immer in unterschiedlicher Schreibweise und Farben angebracht wurde. Daher geht er von verschiedenen Personen aus. Auch gibt es Vermutungen, so Stifter, dass sich die A.L.F.-Anhänger speziell auf die Jagd fokussieren, da es in der Region weder Schweine- oder Hühnermast noch Pelzfarmen gebe, die die Aufmerksamkeit von den Tierrechtlern auf sich ziehen könnten.


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