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Zeitung macht sich mit Chaoten gemein

Die Strecke der Friedhofsjagd. Foto: dpa © dpa

Die Strecke der Friedhofsjagd. Foto: dpa


Das Boulevard-Blatt "Berliner Kurier" berichtete am vergangenen Wochenende von einer "blutigen Treibjagd" auf dem 206 Hektar großen Friedhof von Stahnsdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Aufgrund der enormen Wildschäden durch Rehe und Wildschweine fand bereits zum 20. Mal seit der Wende die "friedhöfliche Drückjagd" statt. 15 Jägerinnen und Jäger erlegten mit Hilfe von rund 30 Treibern 17 Schwarzkittel und zwölf Rehe (rund 30 Schüsse wurden abgegeben!) auf dem ordnungsgemäß abgesperrten Gelände. Für die Zeitung Grund genug von "Hobbyjägern" und einem "blutigen Ende" zu reden.
"Alles verlief genau den Regeln entsprechend", so die Verwaltung des größten evangelischen Friedhofs Deutschlands gegenüber der Redaktion. Deswegen verstehe man die polemisierende Berichterstattung der Zeitung nicht. Die Besucher der Ruhestätte seien ebenfalls von der Notwendigkeit der Jagd überzeugt. Kritik käme immer nur telefonisch von Personen, die noch nie da waren.
Den absoluten Tiefpunkt journalistischer Seriosität erreicht der Bericht im zweiten Abschnitt: Um das "blutige Treiben" der Grünröcke besser bildlich untermalen zu können, bedienen sich die Schreiberlinge an Fotos von einer zwielichtigen Anti-Jagd Organisation. Kommentiert wird der Beitrag von ebenso dubiosen Personen, die neben übelsten Beschimpfungen auch noch öffentlich Morddrohungen gegen Jäger aussprechen.
BS