+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 86 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 22.10.2020) +++
Home News Zecken: FSME Fälle auf Rekordhoch

Zecken: FSME-Fälle auf Rekordhoch

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Sonntag, 04.10.2020 - 07:00
Zecke-Grashalm © ©Michael Tieck - stock.adobe.com
Zecken sind Übeträger der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis.

In diesem Jahr wurden an das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 620 Fälle (Stand: 1. Oktober 2020) von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übermittelt. Damit hat die Infektionszahl der von Zecken übertragenen Viruserkrankung bereits jetzt einen neuen Rekord erreicht. Im Vorjahr lag der Wert insgesamt bei 466 Fällen, 2018 bei 606 Infektionen. In Deutschland konzentrieren sich die Risikogebiete für FSME vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern.

Impfung schützt vor möglicher FSME-Infektion

Laut RKI gebe es mehrere mögliche Gründe für diese Entwicklung: Zum einen verbringen in diesem Jahr viele Menschen aufgrund von Covid-19 ihre Freizeit vermehrt zuhause im Freien. Zum Anderen werden an regelmäßig beprobten Orten höhere Zecken-Zahlen beobachtet. Auch fällt auf, dass vor allem die Zahl der Zecken im Erwachsenen-Stadium „ungewöhnlich hoch“ ist. Die Parasiten in diesem Stadium weisen, so das RKI, eine höhere Virusträgerrate auf. „So ist davon auszugehen, dass in dieser Zeckensaison in den bekannten FSME-Risikogebieten auch die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, von einer infizierten Zecke gestochen zu werden.“

Gegen eine Infektion mit FSME kann durch eine Impfung vorgebeugt werden. Da die Grundimmunisierung aus drei Impf-Dosen besteht, empfiehlt das RKI bereits jetzt im Herbst damit zu beginnen, sodass die Dosen bis zu Beginn der neuen Zeckensaison verabreicht werden können. Ein Schutz für anderen Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden können, wie beispielsweise Borreliose, bietet die Impfung jedoch nicht.


Kommentieren Sie