+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.885 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 16.5.2022) +++
Home News Zecke: Ausbreitung in immer mehr Gebieten und höheren Lagen

Zecke: Ausbreitung in immer mehr Gebieten und höheren Lagen

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 11.03.2022 - 16:21
Zecken-Schild © ingwio - stock.adobe.com
Zecken breiten sich in Deutschland immer weiter aus.

Zecken breiten sich in Deutschland immer weiter aus – mittlerweile sind davon auch höhere Lagen betroffen, wo bislang keine Zecken vorkamen. Wie Forscher der Universität Hohenheim jetzt bekanntgaben, werden auch in Höhenlagen von 500 bis 700 Metern vermehrt FSME-Fälle verzeichnet. Die Experten gehen davon aus, dass es den Zecken in den tiefer gelegenen Gebieten zunehmend zu warm wird. Auch in Norddeutschland würde man derzeit eine Zunahme beobachten – eine Anpassung der bisherigen Impfstrategie sei daher erforderlich.

Krankheit kann auch tödlich enden

FSME wird dabei nicht nur durch europäische Zecken wie den Holzbock übertragen, auch die Auwaldzecke ist Überträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis. „In den Risikogebieten liegt die Wahrscheinlichkeit einer FSME-Infektion nach einem Zeckenstich bei 1:50 bis 1:100“, so die Forscher der Universität Hohenheim. Bei einer Infektion treten nach 10 Tagen grippeähnliche Symptome auf. „Bei leichten Verläufen klagen die Patienten vorwiegend über starke Kopfschmerzen. Bei schwereren Verläufen sind auch Gehirn und Rückenmark beteiligt. Zu den Symptomen gehören Koordinationsstörungen, Lähmungen, Sprach- und Sprechstörungen sowie Bewusstseinsstörungen und epileptische Anfälle. Für ca. 1 % der Patienten endet die Krankheit tödlich. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, können nur die Symptome therapiert werden“.

Kommentieren Sie