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WWF sorgt sich um Großraubwild im Alpenstaat

Ein besenderter Luchs wird ausgewildert: Nach Ansicht von schweizer Artenschützern braucht "Pinselohr" noch Unterstützung durch Blutauffrischung. Foto: SNF


Zum Jahreswechsel hat die Organisation daher in einer Pressemiteilung auf die nur zaghafte Entwicklung der Großraubwild-Bestände in der Schweiz hingewiesen. So werde Wolf, Bär und Luchs zwar eine große mediale Aufmerksamkeit zuteil, doch sieht man nur beim Luchs "einen Lichtblick". Rund 130 Luchse leben im Alpenstaat, dies ergab die Auswertung von Fotofallen. Jedoch sei der Bestand immer noch verletzlich und benötige Blutauffrischung, heißt es in der Mitteilung weiter.
Aus der Sicht des WWF noch unbefriedigender als beim Luchs wird die Situation von Wolf (17 Individuen) und Bär (1 Exemplar) eingeschätzt. Hier sei die Schweiz „noch meilenweit von einem überlebensfähigen Bestand entfernt“, so der Großraubtierexperte des WWF, Kurt Eichenberger.
Die Schweiz ist für einen pragmatischen Umgang mit zuwandernden Arten bekannt. Erst im Juli vergangenen Jahres trat eine vom Bundesrat verabschiedete Änderung der nationalen Jagdverordnung in Kraft, die es ermöglicht, auch Arten wie Wolf und Luchs zum Abschuss frei zu geben, wenn sie zu sehr in Konkurrenz mit "Naturnutzern" stehen.

MW