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WWF in der Kritik: Verstoßen Wildhüter gegen Menschenrechte?

Nashörner werden häufig wegen ihres wertvollen Horns gewildert. Wildhüter, unter anderem vom WWF, kümmern sich um den Schutz der seltenen Tiere. © Erich Marek

Nach einer Veröffentlichung eines Artikels in „buzzfeed“ steht der WWF (World Wide Fund For Nature) massiv in der Kritik. Das US-amerikanische Newsportal erhebt gemeinsam mit einer nepalesischen Zeitung schwere Vorwürfe gegen die Naturschutzorganisation. Anhand interner Dokumente wird WWF-Rangern vorgeworfen, Menschen gequält, gefoltert und gar getötet zu haben.

Vorwurf von Vergewaltigungen und Waffenhandel

Dies soll sowohl in Nepal, wo der WWF sich unter anderem um die Erhaltung von Tigern und Nashörnern kümmert, als auch in Afrika geschehen sein. Auch Waffenhandel sowie Vergewaltigungen werden der Organisation vorgeworfen.

Genau beschrieben ist vor allem der Fall eines Bauern in Nepal, auf dessen Grundstück das Horn eines Nashorns gefunden wurde. Wildhüter hätten ihn demnach eingesperrt und solange gefoltert, bis er starb. Das Verfahren gegen die Männer wurde eingestellt und der WWF habe einem der beteiligten Wildhüter eine Festanstellung gegeben.

WWF zeigt sich erschüttert

Der WWF gab auf Anfrage an, dass er erschüttert sei und die Vorfälle sehr genau prüfe. Die Vorwürfe stellen einen enormen Schlag gegen die weltweite Arbeit zum Artenschutz des WWF dar. Die Arbeit der Wildhüter und das Zusammentreffen mit Wilderern ist oft lebensgefährlich. Allein 2017 starben laut offiziellen Zahlen 117 Ranger bei ihrer Arbeit.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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