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Wolfsverordnung: Problemwölfe dürfen erlegt werden

Die niederösterreichische Wolfsverordnung tritt am kommenden Freitag bereits in Kraft. © Erich Marek

Die niederösterreichische Wolfsverordnung tritt am kommenden Freitag bereits in Kraft.


In den nächsten Tagen soll in Niederösterreich eine Wolfsverordnung in Kraft treten. Diese wurde am Mittwoch einstimmig von der Landesregierung beschlossen. Nach einem vierstufigen Verfahren soll ein strukturierter Umgang mit Problemwölfen erfolgen. Die Verordnung unterscheidet zwischen unbedenklichem, auffälligem, unerwünschtem und problematischen Verhalten. Es ist darin auch definiert, ab wann ein Wolf vergrämt und wann er zum Abschuss freigegeben werden kann.

Definition von Problemwölfen

„Nähert sich ein Wolf in einer Siedlung Menschen an und kann nur schwer vertrieben werden, tötet er innerhalb einer Siedlung einen Hund oder reagiert er gar unprovoziert aggressiv (mit Drohgebärden oder Angriff) auf Menschen“, ist das laut neuer Verordnung eindeutig als problematisches Verhalten einzustufen und rechtfertigt einen Abschuss. Der Abschuss soll durch beauftragte Jäger oder die Exekutive stattfinden. In Niederösterreich gibt es aktuell rund 20 Wölfe. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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