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Wolfsschützer laufen Patrouillen

Mit Patrouillen hofft der Verein Wolfsschutz Deutschland e.V., illegale Wolfsabschüsse zu verhindern (Symbolbild).


Der Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. möchte mit Antiwilderer-Patrouillen weitere illegale Wolfstötungen verhindern. Dies gab der Verein auf seiner Homepage bekannt. Im Fall der getöteten Wölfin, die in einem Tagebausee versenkt worden war, lobte der Verein gemeinsam mit der Facebookgruppe „Wolf Ja bitte“ und einem Fördermitglied insgesamt 7000 € als Belohnung für die Ergreifung des Täters aus. Ein Jäger habe diese Summe auf 10.000 € erhöht, so die Mitteilung weiter. Brigitte Sommer, die Vorsitzende des Vereins Wolfsschutz Deutschland, gab auf Nachfrage bekannt, dass die Patrouillen an verschiedenen Brennpunkten eingesetzt werden sollten. Sie halten sich laut Sommer aber komplett im legalen Bereich auf den Wegen auf. Bewaffnet seien sie nur mit Kameras. Man habe nicht die Absicht, die legale Jagd zu stören, man hoffe eher, dass sich Jäger den Patrouillen anschließen, so Sommer.  

Kreisjagdverband spricht sich dafür aus, Patrouillen anzuzeigen.

Das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen äußerte sich auf Nachfrage der Redakion kritisch zu den Patrouillen. Der Umgang mit dem Wolf sei im Wolfsmanagement geregelt und in diesem seien alle Interessensgruppen vertreten. Man müsse sich daran halten. Initiativen von anderen Organisationen seien nicht zielführend. Ein Sprecher des Kreisjagverbands Bautzen erklärte, seines Wissens nach hätten die örtlichen Jäger bislang keine solchen Patrouillen angetroffen. Falls dieser Fall allerdings eintreten sollte, würde er dazu raten, die Beteiligten wegen Störung der Jagd anzuzeigen.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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