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Wolfsrudel im Berliner Ring offiziell bestätigt

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Leonie Engels
am
Mittwoch, 06.10.2021 - 16:00
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Woelfe © ©AB Photography - stock.adobe.com
In der Kernzone des Naturschutzgebietes fühlt sich das Wolfsrudel ungestört. (Symbolbild)

Im Naturschutzgebiet der Döberitzer Heide westlich von Berlin zwischen Spandau, Potsdam und der Autobahn 10 hat sich ein Wolfsrudel mit insgesamt sechs Tieren niedergelassen, wie die Heinz Sielmann Stiftung bekannt gibt. „Das Rudel besteht aus zwei Elterntieren und vier Welpen. Die Wölfe sind schon seit ein paar Wochen in dem Gebiet, nun sind sie offiziell bestätigt“, erklärt die Pressesprecherin der Heinz Sielmann Stiftung, Nora Künkler der Redaktion.

Wolfsrudel im eingezäunten Kerngebiet

Das insgesamt 4500 ha große Naturschutzgebiet beinhaltet inmitten der Fläche eine eingezäunte Kernzone von ca. 1.800 ha. Innerhalb des sehr hohen und mit Strom versetzten Zauns leben Wisente und Przewalski Pferde. „Zum Erhalt dieser beiden gefährdeten Tierarten hat die Heinz Sielmann Stiftung vor Jahren das Artenschutzprojekt gestartet und diese Kernzone eingerichtet“, berichtet Künkler, „Der Zaun ist dafür da, dass die großen, schweren Tiere nicht auf die umliegenden Straßen laufen“. Die Umzäunung ist mit sogenannten Wilddurchgangsklappen durchzogen. Über diese Durchlässe können Wildtiere das umzäunte Gebiet passieren. „Die Klappen sind so groß, dass zum Beispiel auch ein Rehbock hindurchschlüpfend kann,“ so die Pressesprecherin. Auch die Wölfe haben den Weg durch die Klappen gefunden und leben nun innerhalb der Kernzone.

Für den Menschen ist die Kernzone nicht betretbar. Das Wild ist somit ungestört und auch das Wolfsrudel findet dort die Ruhe, um ihre Jungtiere groß zu ziehen.

Mehrere Nutztiere gerissen

Neben den Wildtieren hat es bereits im August und September mehrere Nutztierrisse von weidenden Ziegen und Schafen in der Umgebung gegeben. „Risse von Wisenten und Pferden sind bislang nicht bekannt. Alle anderen Wildtierarten sind deutlich leichtere Beute für die Wölfe. Wir haben das Verhalten der Grauröcke im Blick“, so Künkler.


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