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Wolfsriss? Seltenes Dülmener Fohlen grausam getötet

Thomas Bock © Thomas Bock
Thomas Bock
am
Sonntag, 07.06.2020 - 07:16
Das Fohlen wurde grausam vom Wolf getötet. © VNP Stiftung Naturschutzpark
Das Fohlen wurde grausam vom Wolf getötet.

Der Ruf nach jagdlichen Maßnahmen zur Populationskontrolle von aggressiven Wölfen in Deutschland wird immer lauter. Grund dafür ist ein erneuter Übergriff auf ein wertvolles und diesmal auch seltenes Nutztier in Niedersachsen. Ort des Geschehens: Der Naturschutzpark Lüneburger Heide unweit von Niederhaverbeck. Hier wird vom Landschaftspflegehof Tütsberg, (Tüt niederdeutsch für Brachvogel) eine Einrichtung des Vereins Naturschutzpark (VNP), ein Naturschutzprojekt betrieben.

„Wir setzen hier seltene Dülmener Wildpferde ein, um die Grünflächen für seltene Bodenbrüter wie Brachvogel und Kiebitz offen zu halten, so Dr. Heike Brenken. Sie ist Landschaftspflegerin beim VNP und am Tütsberg für die kleine, 40 Tiere umfassende Wildpferdeherde zuständig. „Angefangen haben wir hier im Jahr 2004 mit den Wildpferden, diese stehen weit oben auf der Rote Liste (Kategorie 1) der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen, führt Heike Brenken weiter aus.

Hengstfohlen "Fidibus" war mit seiner Mutter und fünf anderen Wildpferden in der Nacht zum 18. Mai auf einer mit Elektro-Zaun (6500 V, 1A) eingefassten Fläche untergebracht. Dort fand Heike Brenken dann am nächsten Morgen den kleinen "Fidibus" verendet vor. Wie der Räuber in den gesicherten Bereich eindringen konnte, ist derzeit noch fraglich. Ebenfalls lässt das für eine eindeutige Schuldzuweisung nötige Ergebnis der DNA Probe, noch auf sich warten.

Inzwischen äußerte sich auch VNP Geschäftsführer Matthias Zimmermann in einer Pressemeldung zu dem Vorfall. Neben Heidschnucken, so Zimmermann, macht sich der Wolf nun auch an unsere Wildpferde ran. Darum fordert der VNP, dass der Schutzstatus des Wolfes angepasst wird, sodass Jäger in Niedersachsen die Wolfsbestände regulieren dürfen.


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