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Wolfsmonitoring: Staatenübergreifende Zusammenarbeit geplant

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Sonntag, 13.03.2022 - 13:30
Wolf-heulend © Stephen Canino - stock.adobe.com
Das Wolfsmonitoring im Alpenraum soll künftig staatenübergreifend laufen.

Die Vertreter der Landesregierungen von Bayern, Tirol, Südtirol, Vorarlberg, Salzburg und Trentino haben sich auf ein gemeinsames Arbeitsübereinkommen zum staatenübergreifenden Wolfsmonitoring geeinigt. Grund ist die Gefährdung der traditionellen Almwirtschaft durch die stetig zunehmende Wolfspopulation im Alpenraum.

EU denkt grundsätzlich in Grenzen

Die beiden bayerischen Vertreter, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Umweltminister Thorsten Glauber, sind sich einig, dass die betroffenen Alpenländer mit diesem Arbeitsübereinkommen einen gewaltigen Schritt beim Monitoring des Wolfs vorankommen. Es würde keinen Sinn machen, die Wolfspopulationen in den jeweiligen Ländern einzeln zu betrachten. Die Entnahme eines Wolfes ist leichter möglich, wenn die Wolfspopulation der jeweiligen biogeographischen Region in einem Nationalstaat in einem „günstigen“ Erhaltungszustand ist. „Die EU denkt hier grundsätzlich in Grenzen, wo für die Großraubtiere und insbesondere für den Wolf keine sind“, so Landwirtschaftsministerin Kaniber.

Das unterzeichnete Arbeitsübereinkommen sieht vor, dass die Untersuchungsmethoden und Markersysteme der vier durch die Länder beauftragten Labore harmonisiert werden sollen, so das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Dadurch seien die genetischen Proben von Wölfen besser untereinander vergleichbar.


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