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Wolfsmanagment am politischen Wendepunkt?

Politiker von CDU/CSU und SPD sind sich einig: der Wolf muss reguliert werden dürfen (Symbolbild). Foto: Michael Breuer


Vogelsänger (SPD) will das Wolfs- und Herdenschutzmanagement in Brandenburg verbessern. Zur Umsetzung sind personelle, sowie finanzielle Aufstockungen geplant. Damit reagiert er auf größer werdende Konflikte zwischen Nutztierhaltern und Artenschutz. Ab 2017 werden dafür, ähnlich wie beim Biber, zwei offizielle Wolfsbeauftragte am Umweltministerium tätig. Die Haushaltsmittel für Schadensausgleichs- und Präventionsmaßnahmen werden angesichts der deutlich gestiegenen Kosten angehoben. Außerdem sollen Entnahmemöglichkeiten geprüft werden.
Ab 2018 ist zusätzlich ein Wolfinformations- und Herdenschutzzentrum geplant. Dies wird ehrenamtlichen Wolfsbetreuern, Beschäftigten im Forstbereich, Nutztierhaltern und Jägern am Standort des Wildparks Groß Schönebeck zur Beratung dienen.
Kurz zuvor waren die umweltpolitischen Sprecher der Fraktionen von CDU und CSU in der sächsischen Landeshauptstadt zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Im Rahmen ihres Zusammentreffens wurde die "Dresdner Resolution" zum Thema Isegrim veröffentlicht. In dem fünfseitigen Positionspapier vom 14. November beziehen die Politiker klar Stellung. Sie fordern darin unteranderem eine Bejagungsmöglichkeit des Großraubtiers, sowie eine Anpassung des Schutzstatus in der FFH-Richtlinie. Da es aus ihrer Sicht nicht ausreicht, sich beispielsweise an der Anschaffung eines Herdenschutzhundes zu beteiligen, aber nicht an den Aufwendungen für dessen Unterhaltung, wollen die Unions-Sprecher einen Vollkostenausgleich. Dies gilt auch für technischen Herdenschutz mit Zäunen und den Schadensausgleich bei Rissen.
PM/RW
 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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