+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 184 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 25.11.2020) +++
Home News Wolfshybriden aus illegaler Haltung befreit

Wolfshybriden aus illegaler Haltung befreit

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Sonntag, 31.05.2020 - 13:50
Rettung-Wolfshybrid © STIFTUNG für BÄREN [SfB]
Das Team der STIFTUNG für BÄREN befreite die Wolfshybride aus einer illegalen Privathaltung.

Ein Team der "STIFTUNG für BÄREN" rettete am 19. Mai zwei Wolfshybride, der F1- bzw. F2-Generation aus illegaler Haltung in Baden-Württemberg. Eine Anzeige habe den Sachverhalt öffentlich gemacht. Wie die Stiftung bekannt gibt, lebten „Raik“ und „Ronja“ seit vier bzw. fünf Jahren dort.

Die Befreiungsaktion sei seit Längerem geplant gewesen, musste aber aufgrund der Corona-Pandemie bis Mitte Mai verschoben werden. Wie Christoph Schmidt, Pressesprecher der "STIFTUNG für BÄREN" mitteilt, machten die beiden Tiere einen nervösen Eindruck, hatten keinen Menschenbezug und wollten nicht vom Menschen angefasst werden. Sie waren mehr Wild- wie Haustier.

Wolfshybrid-Bestand © STIFTUNG für BÄREN [SfB]

„Raik“ und „Ronja“ in ihrem neuen Gehege im Bärenpark Worbis (Thüringen).

Illegale Haltung von Hybriden muss aufhören

„Raik“ und „Ronja“ wurden im Thüringer Tierschutzprojekt der Stiftung aufgenommen und leben nun im Bärenpark Worbis (Thüringen). In der Freianlage wirken sie nun sehr entspannt, „genießen die Distanz zum Menschen“ und nutzen den Bewuchs als Rückzugsmöglichkeit, so Schmidt weiter. Er fügt an, dass Hybride bis zur F4-Generation rechtlich als Wölfe angesehen werden. Das heißt sie zählen bis dahin als Wildtier.

Die "STIFTUNG für BÄREN" beklagt den Trend von Wolfshybriden in privater Hand. Es sei ein respektloses und egoistisches Verhalten gegenüber den Vierbeinern. Daher müsse die Zucht und Privathaltung von Hybriden unbedingt ein Ende finden, schreibt sie auf ihrer Internetseite. Sollten Wolf-Hund-Hybride in die freie Wildbahn gelangen, müssen sie laut § 45a „Umgang mit dem Wolf“ BNatG durch die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Behörde entnommen werden.


Kommentieren Sie