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Wolfshybrid? Auffällig gefärbter Wolf geschossen

Leonie-Engels © Leonie-Engels
Leonie Engels
am
Freitag, 08.04.2022 - 16:02
Hybrid © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Der Wolfshybrid ist besonders auffällig für seine helle Fellfärbung.

In der vergangenen Woche wurde ein mutmaßlicher Wolfshybrid im Churer Rheintal (Kanton Graubünden, Schweiz) durch die Wildhut geschossen. Wie das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden bekannt gab, handelte es sich bei dem Tier um einen sehr auffälligen, beigefarbenen Rüden. Das Tier wird nun am "Laboratoire de biologie de la conservation der Universität Lausanne" genetisch untersucht. Erste Erkenntnisse werden im Mai erwartet.

Hybrid kam aus Italien

Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden gab gegenüber der Redaktion bekannt, dass der mutmaßliche Hybrid aus dem italienischen Piemont über Tessin nach Graubünden einwanderte. Laut Informationen aus Italien deutet das auffällige Erscheinungsbild des geschossenen Tieres auf einen abgewanderten Nachkommen aus eine in der Region Alessandria bekannte Hund-Wolf-Verpaarung hin. Es gebe aber keine Kenntnis über andere Wolfshybriden im Kanton Graubünden.

Klare Entnahmeregelung bei Hybriden

Im Sinne des Artenschutzes sieht es die Jagdgesetzgebung des Bundes vor, Hybrid zu schießen. Damit soll eine Reproduktion verhindert werden, die anderenfalls zu langfristigen negativen Folgen für die Wolfspopulation führen kann. In begründeten Verdachtsfällen dürfen daher mutmaßliche Hybride durch die kantonale Vollzugsbehörde (Wildhut) geschossen werden.


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