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Wolfsfutter auf Sendung

Einer der besenderten Hirsche. Foto: Dr. Norman Stier © Dr. Norman Stier

Insgesamt sind schon drei Damhirsche und ein Alttier mit der Technik ausgestattet. "Des Weiteren sollen 20 Kälber Miniaturohrmarkensender erhalten", berichtet Projektleiter Dr. Norman Stier gegenüber der Redaktion. Mitte Juni will er und sein Team mit der Suche und Besenderung von ein bis zwei Tage alten Kälbern beginnen. Bereits 2011 wurden aus Mitteln der obersten Jagdbehörde in einem Pilotprojekt Wölfe besendert. Daraus ergeben sich wichtige Daten zu Aktionsraumgrößen, Habitatnutzung, Schlafplätzen sowie Nahrungsspektrum. Durch aktuellen Besenderung erhoffen sich die Beteiligten jetzt Rückschlüsse auf den Jagdbetrieb und das Wildtiermanagement. Das Vorhaben werde in enger Abstimmung zwischen dem Landesjagdverband, den Bundesforsten, dem Forstamt Jasnitz sowie der TU Dresden durchgeführt. Finanziell unterstützt wird das Projekt aus Mitteln der Jagdabgabe, durch den Deutschen Jagdverband und dem "Freundeskreis freilebender Wölfe". Abschließend rufen die Verantwortlichen dazu auf, markiertes Damwild nicht zu erlegen und Sichtungen unter der Angabe der Markierungsnummer zu melden. "Ich freue mich sehr, das Jäger, Forstleute und Naturschützer in unserem Land die Rückkehr des Wolfes und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Tier intensiv erforschen", so Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
PM/BS