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Die wolfsfreundliche Bahn

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Donnerstag, 19.11.2015 - 01:10
Verkehrsopfer Wolf: Diese Trasse verläuft direkt durch das Territorium des Nieskyer Rudels. Foto: Büro LUPUS © Büro LUPUS
Verkehrsopfer Wolf: Diese Trasse verläuft direkt durch das Territorium des Nieskyer Rudels. Foto: Büro LUPUS

Der Streckenabschnitt tangiert laut DB einige sehr wertvolle Schutzgebiete, wie zum Beispiel das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Zusammen mit Wildtierexperten der TU Dresden sollen Schutzmaßnahmen gefunden werden, um Kollisionen mit Wildtieren zu vermeiden. Dabei werden nach Wiederinbetriebnahme ein bis zwei Kilometer lange Zäune streckenparallel installiert. Damit das Wild dennoch seine gewohnten Wechsel annehmen kann, werden diese an bestimmten Stellen auf einer Länge von etwa 60 Metern unterbrochen. In diese Lücken sollen speizelle Anlagen installiert werden, die „Alarm“ schlagen, sobald sich ein Zug nähert.
Hierzu hätten bereits eine Reihe von Versuchen zur Verhaltensteuerungen von Reh-, Rot- und Schwarzwild mit optischen sowie akustischen Warnreizen stattgefunden. Wie sich diese auf Wölfe auswirken wurde jedoch noch nicht getestet. Dafür müssen nun die Grauhunde aus dem Wildgehege Moritzburg in einer Versuchsanlage herhalten. Die bisherigen Erkenntnisse sind laut DB erfolgsversprechend. Zeitgleich soll noch ein in Osteuropa eingesetztes System, dass auf natürliche Warn-, Flucht- und Schmerzlaute verschiedener Tiere setzt, für den „Wolfseinsatz“ erprobt werden.
BS