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Wolfsfreie Zonen: Ministerium sieht keine Möglichkeit

Wolf-hinter-Schafe © Tomas Hulik - stock.adobe.com
Wolfsfreie Zone wird es in Deutschland vorerst nicht geben.

In Deutschland wird es vorerst kein präventives Bestandesmanagement des Wolfes geben. Wie Josef Tumbrinck, Abteilungsleiter für Naturschutzfragen im Bundesumweltministerium, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte, gebe es keine rechtliche Grundlage, um Wölfe aus bestimmten Gebieten fernzuhalten.

Wolfsfreie Zonen oder Vitalhalsbänder als Lösung?

Da es jedoch auch klar sei, dass man Schutzzäune nicht immer höher bauen könne, würden daher andere technische Mittel geprüft, so Tumbrinck weiter. Als Beispiel nannte er sogenannte „Vitalhalsbänder mit GPS-Sendern“, die man Schafen umlegen könnte. Schäfer würden dadurch informiert werden, wenn die Tiere unter Stress stehen oder von der Wiese ausbrechen, z.B. bei einem Wolfsangriff auf die Herde.

„Die gut gemeinten Vorschläge zu Panikhalsbändern für Schafe testen wir bereits. Sie erweisen sich bislang allerdings als untauglich und können kein Wolfsmanagement ersetzen“, erläuterte dazu der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies. Man wolle daher in Niedersachsen den konsequenten Weg von Herdenschutz und Ausnahmegenehmigungen weiter gehen, so Lies. Auch die CDU in Niedersachsen äußerte sich ähnlich kritisch zu dem Vorschlag. „Das Bundesumweltministerium muss Lösungen für wolfsfreie Zonen finden und nicht Schäfer mit Vitalhalsbändern zum Fitnessprogramm zwingen. Wir erwarten, dass Berlin konstruktive Lösungen präsentiert und wir dabei vom niedersächsischen Umweltministerium unterstützt werden“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Martin Bäumer.


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