Home News Wolfsdebatte: Totes Kalb bei Demonstration beschlagnahmt

Wolfsdebatte: Totes Kalb bei Demonstration beschlagnahmt

Dieses gerissene Kalb wurde vom Ordnungsamt konfisziert.


Am 8. Mai fand auf dem alten Markt in Potsdam (Brandenburg) eine Demonstration von Landwirten statt. Dabei sollte für eine Regulierung des Wolfes demonstriert werden, erklärt Veranstalter Elard von Gottberg, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Zieser gegenüber der Redaktion. Die Landwirte wollten darauf hinweisen, dass die bisher zulässigen Maßnahmen zur Wolfsabwehr nicht wirkungsvoll seien. Zu diesem Zweck hatten sie den Kadaver eines gerissenen Kalbs eingefroren und mit zur Versammlung gebracht. Dies hätte aus seiner Sicht eine deutlich stärkere Wirkung, als Bilder gerissener Tiere.

Ordnungsamt konfisziert Kadaver

Vor Ort wartete laut von Gottberg jedoch bereits das Ordnungsamt und die Polizei, um den Kadaver zu beschlagnahmen. Er habe im Vorfeld die Demonstration mit zwei toten Kälbern angekündigt, diese seien ihm jedoch untersagt worden. Deshalb wurde nun eine Anzeige gegen den Veranstalter, wegen Verstoßes gegen die Versammlungsauflagen und das Tierkadaverbeseitigungsgesetz erlassen, wie die Polizei berichtet. Anschließend durften die insgesamt sieben Landwirte ihre Demonstration fortsetzen. Alles sei friedlich abgelaufen, so die Polizei.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
Thumbnail