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Wolfsbegegnungen in Städten: Welche Konsequenzen hat das?

Wolfsrudel-im-Wald © ondrejprosicky - stock.adobe.com
Immer häufiger kommt es zu Sichtungen und Begnungen mit Wölfen in deutschen Städten.

Vergangenes Wochenende hat ein Wolf für Aufregung in der Innenstadt von Lohne (Niedersachsen) gesorgt. Das Tier lief mitten am Tag eine Straße entlang und wurde dabei von Passanten gefilmt. In den vergangenen Monaten häuften sich die Sichtungen von Wölfen in Städten und Dörfern. Doch welche Konsequenzen könnte das Verhalten der Raubtiere haben? Gegenüber der Redaktion erklärte das niedersächsische Umweltministerium, dass man „großes Verständnis für die Sorgen der Menschen“ habe. Es entspräche nicht der Normalität, wie man sie bislang kenne, dass ein Wolf durch Stadt oder Siedlungen läuft.

„Gleichzeitig muss aber auch klar sein: Bei Gefahr in Verzug gelten auch für den zurecht durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Wolf dieselben Regeln wie etwa bei Hundeübergriffen. Kommen Wölfe den Menschen auf gefährliche Art und Weise zu nah, gebietet es die Schutzpflicht, genau wie bei Hunden, dass hier unverzüglich eingegriffen werden kann, beispielsweise durch die Polizei“, erklärt das Ministerium.

Es sei zu befürchten, dass sich durch die stetig wachsende Wolfspopulation in Niedersachsen die Anzahl an Sichtungen oder Begnungen in Zukunft häufen wird. Das Ministerium würde die Situation ganz genau beobachten. „Weist ein Wolf jedoch wiederholt und nachweisbar ein problematisches Verhalten auf, werden wir tätig und würden entsprechende Maßnahmen gemäß der Niedersächsischen Wolfsverordnung sorgsam prüfen und einleiten. Das heißt ggf. Vergrämen oder wenn dies ohne Wirkung bliebe auch die Entnahme“, so ein Sprecher des Umweltministeriums.


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