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Wolfsausbreitung: Muffelwild in Brandenburg bald erloschen?

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 22.02.2022 - 12:23
Muffelwild-ziehend-Wiese © Michael - stock.adobe.com
Muffelwild könnte in Brandenburg bald der Vergangenheit angehören.

In Brandenburg könnte es künftig keine wildlebenden Mufflons mehr geben – das befürchtet der Landesjagdverband Brandenburg. In den vergangenen sieben Jahren sei die Muffelwildstrecke um 76 Prozent zurückgegangen. Das Mufflon würde nur noch in 8 Landkreis vorkommen, 2015 waren es noch 13 Landkreise. Schuld sei der erhöhte Prädationsdruck durch den Wolf. „Es muss große Sorge bereiten, dass die Ausbreitung des Wolfes nachweislich dazu geführt hat, dass regionale Muffelwildbestände in Brandenburg als getilgt gelten müssen“, so Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg.

Wolf darf in Muffelwild-Vorkommensgebiet nicht geduldet werden

Der Ursprung der Wildschafe liegt in Kleinasien, dort gilt die Population jedoch als erloschen. In Deutschland gibt es nach Angaben des LJV schätzungsweise 15.000-20.000 Mufflons, welche ursprünglich von Wildfängen von den Inseln Korsika und Sardinien abstammen. Auch dort gelten die Bestände mittlerweile als stark gefährdet.

Da eine Koexistenz von Wolf und Muffelwild nicht zu erwarten sei, müsse der Konflikt über ein aktives Management des Wolfes entschärft werden. Dies gelinge nur, wenn territoriale Wölfe in Muffelwild-Vorkommensgebieten nicht geduldet werden, so der LJV in einem Positionspapier.


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