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Wolfsangriff in Niedersachsen: Neue Fakten

Bis Mitte nächster Woche soll klar sein, ob es sich um einen Wolfsbiss handelte (Symbolbild).


Nach dem mutmaßlichen Wolfsangriff in Niedersachsen wird der Vorfall weiter untersucht. Der Hammer, mit dem das Tier in die Flucht geschlagen wurde, der Pullover des Opfers sowie Haarproben sind per Eilkurier an das nationale Referenzlabor für Wolfsgenetik, das Senckenberg-Institut, geschickt worden. Bis Mitte nächster Woche soll feststehen, ob es sich ganz sicher um einen Wolf handelte und woher dieser stammt.

Im Gegensatz zu anderslautenden Medienberichten, bestätigte das zuständige Wolfsbüro gegenüber unserer Redaktion, dass es sich nicht um schwarze oder weiße Wölfe gehandelt haben soll, sondern viel mehr um drei hellgrau gefärbte Tiere sowie einen dunkelgrauen Wolf. Diese Information habe der Geschädigte in einer Befragung gegeben.

Olaf Lies: Tötung des Wolfes

Der zuständige Minister Olaf Lies (SPD) erklärte in einer Pressemitteilung: „Ich nehme die Situation sehr ernst.“ Das Tier müsste umgehend getötet werden, sollte es sich bewahrheiten, dass ein Wolf den Gemeindemitarbeiter angegriffen habe.

Etwa 20 Kilometer vom Ort des Geschehens ist ein Wolfsrudel, das in diesem Jahr mindestens sieben Welpen hatte, sesshaft. Auch die Heimat des bekannten Munsteraner Rudels, aus welchem der verhaltensauffällige Wolf "Kurti" 2016 entnommen wurde, ist nur 80 Kilometer Luftlinie entfernt.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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