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Wolfsangriff Niedersachsen: DNA-Probe unbrauchbar

Gut eine Woche nach dem Vorfall in Tarmstedt, gibt es erste Ergebnisse.


Nach dem vermeintlichen Wolfsangriff im Landkreis Rotenburg (Niedersachsen) hat eine Sprecherin des Ministeriums heute erste Ergebnisse mitgeteilt. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber.  Die DNA-Analyse habe keinen entsprechenden Nachweis erbracht, teilte die Sprecherin am Nachmittag mit. Das Tier, das den Gemeindemitarbeiter vergangene Woche gebissen hatte, ist nicht zweifelsfrei als Wolf identifizierbar. 

Auf dem Hammer, mit dem der Mann sich gewehrt hatte, konnten keine Proben identifiziert werden. Die Haare, die vor Ort gefunden wurden, stammen von einem Reh. Am Pullover wurden Spuren von Hund und Katze gefunden.

Umweltminister Olaf Lies betonte in einer Pressekonferenz, dass er auf ein eindeutigeres Ergebnis gehofft hatte und dass er die Entnahme des Wolfes angeordnet hätte, wenn der Nachweis erbracht worden wäre. "Es wären unter Umständen so lange Wölfe entnommen worden, bis wir den Richtigen gehabt hätten." Das Rudel soll dennoch weiterhin unter Beobachtung stehen und unabhängig vom laufenden Monitoring schnellstmöglich besendert werden. Außerdem werden Hinweise auf freilaufende Hunde geprüft.

Wolf nicht ausgeschlossen

Grundsätzlich sei nicht auszuschließen, dass es sich nicht doch um einen beißenden Wolf gehandelt haben könnte. Der DNA-Nachweis sei aber nicht erbracht. Hybriden könnten ebenfalls abschließend nicht ausgeschlossen werden. Dazu sollen Freitag nähere Informationen vorliegen.

Das Wolfsbüro darf gegenüber unserer Redaktion keine Aussage treffen. Man kann davon ausgehen, dass diese zuständige Stelle einen Maulkorb bekommen hat. 


Redaktion Niedersächischer Jäger Seit über 60 Jahren ist der Niedersächsische Jäger das Jagdmagazin zwischen Ems und Elbe.
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