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Wolfsangriff in Dresden: Mann schlägt mit Besen auf Wolf ein

Wolf-fletscht-Zaehne © alphawoelfin1 - stock.adobe.com
Ein Wolf soll in Dresden einen Mann angegriffen haben.

"Mit fletschenden Zähnen griff der Wolf mich unvermittelt an": Was am Donnerstag im Dresdner Ortsteil Langebrück (Sachsen) passierte, wird Matze Korb wohl so schnell nicht vergessen. Ein junger Wolf hatte sich auf das Grundstück des Mannes verirrt und steckte unter dem Tor seiner Einfahrt fest. „Ich rief die Polizei an, um zu fragen, was ich machen soll. Die Beamten sagten mir, dass ich versuchen solle, das Tier zu befreien“, schildert Korb gegenüber der Redaktion. Bewaffnet mit einem Besen machte sich der Mann schließlich mutig ans Werk. „Mit dem Schrubber schob ich den Wolf unter dem Tor weg auf die Straße.

Ich rief ihm hinterher, um ihn weiter in Richtung Wald zu treiben. Plötzlich drehte der Wolf um, fletschte seine Zähne, stellte die Rute auf und ging zum Angriff über“, erzählt der geschockte Anwohner. Das Tier sei ohne zu bremsen auf ihn zugestürzt. „Zum Glück hatte ich noch meinen Schrubber in der Hand und schlug dreimal auf ihn ein, bis er zu Boden ging und vor mir auf der Straße lag.“

„Mir war nicht zum Lachen zumute“

Es sei nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn es sich um ein ausgewachsenes Tier gehandelt hätte oder er nichts zum verteidigen gehabt hätte, so Korb weiter. „In dem Moment war mir nicht zum Lachen zumute.“ Der Wolf hätte keinerlei Scheu gezeigt. Auch dürfe er gar nicht daran denken, was wohl passiert wäre, wenn das Tier auf den viereinhalbjährigen Enkel beim Spielen im Garten getroffen wäre. „Manche Leute denken immer noch, dass der Wolf ein Kuscheltier sei.“

Vorfall wird vom Ministerium nicht erwähnt

Nach dem Angriff habe sich der Wolf schnell wieder berappelt, sei aber nicht in den Wald, sondern wieder zurück in den Ort geflohen. Dort war das Tier schon vor dem Vorfall bei Herrn Korb auffällig gewesen. Am Morgen hatte der Jungwolf bereits in einem anderen Zaun festgesteckt, woraus er von einem Tierarzt befreit werden musste. „Warum hat man den Wolf schon da nicht narkotisiert und zurück in den Wald gebracht?“, zeigt der aufgewühlte Anwohner wenig Verständnis. Stattdessen habe man das Tier einfach laufen lassen. Das Ministerium meldete später, dass man am Nachmittag, also Stunden nach den Vorfällen, die Umgebung kontrolliert habe und der Wolf nicht mehr gefunden worden sei.

Warum der zweite Vorfall in der Pressemitteilung nicht erwähnt wurde? Das kann sich Matze Korb nicht erklären. „Ich habe das dem Wolfsberater erzählt, aber der zeigte nur wenige Interesse an dem Vorfall…“ Für die Bewohner sei aber nun noch einmal mehr klar geworden, dass es so nicht weiter gehen könne.

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