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Wolfsabschuss: Wolf in Niedersachsen legal entnommen

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Donnerstag, 11.02.2021 - 18:30
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In Niedersachsen wurde ein Wolf getötet: Dies erfolgte legal mittels einer Abschussgenehmigung (Symbolbild).

Das niedersächsische Umweltministerium gab vor wenigen Minuten bekannt, dass vergangene Nacht ein weiblicher Wolf geschossen wurde. Die Fähe stamme aus dem Herzlaker Rudel. Um das Tier genetisch genauer zu analysieren, habe man es geborgen. Der Abschussvollzug war auf das Streifgebiet des Herzlaker Rudels beschränkt, welches sich in den drei Landkreisen Emsland, Cloppenburg und Osnabrück befindet. Die Genehmigung galt für einen männlichen Wolf mit der individuellen Kennung GW1111m. Jedoch sei auch dieser Abschuss von der Genehmigung gedeckt, da laut Ministerium eine sichere Identifizierung eines Wolfsindividuums im Freiland nicht möglich sei.

Seit Ende 2018 mehr als 500 getötete Schafe durch das Rudel

Das Ministerium gibt als Grundlage für den Abschuss an, dass im Territorium des Rudels Herzlake seit Ende 2018 ca. 500 Schafe von Wölfen getötet wurden. Dabei überwanden mehrere Tiere des Rudels mehrfach – im Sinne der Rechtslage – einen zumutbaren Herdenschutz. Alleine bei einem Schäfer sei bislang ein Schaden in Höhe von 50.000 Euro entstanden. Die letzten Risse an Nutztieren fanden am 10. Okt. und 12. Nov. 2020 statt.

Der Abschuss sei vor Ort durch die zuständigen Kreisjägermeister koordiniert worden. Die Identität des Erlegers wird jedoch nicht bekanntgegeben, um diesen vor Übergriffen durch Wolfsschützer zu bewahren. Man hätte vor Ort auf den Einsatz einer "Task Force Wolf" verzichtet und stattdessen auf die örtliche Jägerschaft gesetzt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es eine Abschussgenehmigung für das Gebiet gegeben. Diese wurde aber aufgrund von Klagen ausgesetzt und lief im April 2020 aus. Die nun geltende Genehmigung besteht seit September und wäre aus Gründen des Muttertierschutzes bis zum 15. April befristet gewesen.


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