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Wolfsabschuss: Umweltminister will Jäger weiter schützen

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Kathrin Führes
am
Sonntag, 25.04.2021 - 16:46
Jaeger-im-Feld © 1tomm - stock.adobe.com
Umweltminister Olaf Lies will weiterhin die Anonymität der Wolfsschützen wahren.

Umweltminister Olaf Lies will die Jäger, welche mit den Wolfsabschüssen betraut sind, weiterhin schützen. Nachdem in Niedersachsen mittlerweile mehrere Wölfe legal mit einer Ausnahmegenehmigung geschossen wurden, hatte die Fraktion Bündnis 90/ Grünen im Niedersächsischen Landtag angekündigt, Klage vor dem niedersächsischen Staatsgerichtshof einzureichen. Damit will die Partei nähere Auskünfte über die Abschussgenehmigungen erreichen.

Massive Anfeindungen gegen Jäger

Minister Lies sagt dazu: „Die Ausnahmegenehmigungen, die wir in den letzten Monaten auf den Weg gebracht haben, haben wir sehr sorgfältig geprüft und diese nur dann in Kraft gesetzt, wenn es trotz Herdenschutzmaßnahmen zu vermehrten Übergriffen gekommen ist. Die Umsetzung der Ausnahmegenehmigungen war anonymisiert, die Genehmigungen selbst nicht öffentlich.“ Mit diesem Vorgehen wolle man sowohl die mit der Entnahme beauftragten Jäger als auch die Antragsteller vor Übergriffen schützen. „Brennende Hochsitze, zerstochene Reifen, Schüsse auf Hochsitze und massive Anfeindungen haben gezeigt, dass es richtig war, diese Ausnahmegenehmigung nicht öffentlich zu machen“, so Lies. Auch das Video, welches in den vergangenen Tagen durch die sozialen Medien kursierte und zeigt, wie eine Spaziergängerin mit ihrem Hund von einem Wolf verfolgt wird, zeige, wie schnell es zu massiven verbalen Übergriffen kommt.

Abgeordnete wurden informiert

Man habe die Abgeordneten in einer vertraulichen Sitzung über den Stand aller Ausnahmegenehmigung informiert, erläutert der Umweltminister weiter. Sobald eine Ausnahmegehmigung ausläuft, würde man diese den Fraktionen zur Verfügung stellen. Dadurch komme man dem Auskunfts- und Kontrollrecht des Parlaments nach, so das Ministerium.


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