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Wolfsabschuss: Oberverwaltungsgericht bestätigt Entnahmevorhaben

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Kathrin Führes
am
Dienstag, 30.06.2020 - 09:45
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Die Abschussgenehmigung für zwei Wölfe in Niedersachsen war rechtens.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat den Beschwerden zweier Naturschutzvereinigung, in Bezug auf erteilte Ausnahmegenehmigungen zur Tötung von Wölfen, teilweise recht gegeben. Der Landkreis Uelzen hatte Anfang April befristete Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss eines Wolfsrüden aus dem Rudel Ebstorf, sowie einer Fähe aus dem Rudel Eschede/ Rheinmetall erteilt. Unter bestimmten Vorraussetzungen hätten, nach Regelung des Landkreises, auch weitere Wölfe getötet werden dürfen.

Genehmigung war rechtens

Dagegen hatten die Naturschutzvereinigungen Eilanträge beim Verwaltungsgericht Lüneburg eingereicht. Das Gericht wies die Anträge mit der Begründung ab, „dass den Antragstellern die Antragsbefugnis fehle.“ Dies sieht das Oberverwaltungsgericht jedoch anders. Den antragstellenden Naturschutzvereinigungen fehle es nicht an Antragsbefugnis. Die Prüfung des Gerichtes ergab jedoch auch, dass die Genehmigung zur Tötung der beiden explizit aufgeführten Wölfe nicht rechtswidrig sei.

Bei weiteren Abschussgenehmigungen fehlte zeitlicher Zusammenhang

Der Landkreis dürfe jedoch nicht einfach so für weitere Wölfe eine Abschussgenehmigung erteilen. „Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt eine Tötung von Wölfen ohne konkrete Identifizierung als schadensverursachendes Tier nur in einem engen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit bisherigen Rissereignissen“, so das Oberverwaltungsgericht. Der Landkreis habe in seinem Bescheid jedoch nicht den engen zeitlichen Zusammenhang bestimmt. Der Beschluss des Oberverwaltungsgericht ist unanfechtbar.


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