Home News Wolfsabschuss vor Genehmigung: Jäger soll beauftragt werden

Wolfsabschuss vor Genehmigung: Jäger soll beauftragt werden

Da ein Wolf nachweislich Schafe hinter geeigneten Schutzmaßnahmen reißt, soll er möglicherweise entnommen werden.


Das Tier, das in Schleswig-Holstein, Zäune überwindet und Nutztiere reißt, ist zweifelsfrei ein Wolf. In den letzten vier Wochen hat Isegrim – trotz geeigneter Herdenschutzmaßnahmen – nachweislich sechs Schafe gerissen. Dem Landwirtschaftsministerium liegt deshalb ein Antrag zur Entnahme des Wolfes vor. In einer Pressemitteilung bestätigt das Ministerium, dass sie davon ausgehen, diesen Antrag auch zu genehmigen. Es wäre der erste Fall in Deutschland, dass ein Wolf getötet wird, da er zu viele Schäden an Nutztieren verursacht.

Landesjagdverband sucht geeignete Jäger für die Entnahme

Gegenüber den „Kieler Nachrichten“ entgegnete ein Landesvorstand vom NABU Schleswig-Holstein, dass er keine Alternativen zum Abschuss gebe: „Der Abschuss dieses und nur dieses Wolfes ist leider erforderlich.“ 

Das Ministerium steht in engem Kontakt mit dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein, der bis Ende der Woche geeignete Kandidaten zur Tötung des Wolfes nennen soll. Gegenüber unserer Redaktion entgegnete der Pressesprecher, Marcus Börner, dass sie derzeit diesbezüglich in Gesprächen seien: „Jäger haben die fachliche Ausbildung, um den Wolf zu entnehmen.“ Die Jägerschaft stehe zu diesem Thema in engem Kontakt mit dem Ministerium. Höchste Priorität habe aber dabei die Wahrung der Anonymität des ausführenden Jägers. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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