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Wolfsabschuss gefordert

In der Nähe dieses Schutzwagens wurde der Wolf gesichtet. Foto: Screenshot NDR.de


Gestern wurde ein Wolf in unmittelbarer Nähe des örtlichen Waldkindergarten Goldenstedt (Niedersachsen) gesichtet. Anwohnerin Bianka von Döllen, die Zeugin der Begegnung, schilderte dem NDR, dass sie bis auf fünf Meter mit dem Auto an das Tier herangekommen sei. Sie ist sich sicher: Ein Wolf.
Das die Lage ernst ist bestätigt auch Bürgermeister Willibald Meyer (CDU) im Gespräch mit jagderleben: Bekannt seien Schafsrisse in der Region schon länger. „Dies ist aber eine ganz andere Dimension. Einerseits dürfen wir es nicht verharmlosen und einen Kuschelkurs mit dem Wolf fahren, andererseits darf auch keine Hysterie ausbrechen.“ Heute habe es bereits eine Krisensitzung geben. In dieser forderten die Eltern den Wolf zu bejagen, so Meyer. Auf Nachfrage, ob das Umweltministerium bereits reagiert habe, antwortet er: „Dort wird es verharmlost.“ Am Telefon bekomme er keine Antwort. Nun schreibe er einen Brief um Hilfe und Unterstützung einzufordern. 15 Kinder befinden sich aktuell in dem Waldkindergarten. Sprecherin Sabine Haust hat gemischte Gefühle: „Ein ungutes Gefühl haben wir auf jeden Fall, zumal das Tier scheinbar auch kein normales Verhalten zeigt.“
Aktuell ist es noch nicht geplant den Kindergarten zu schließen. Laut Meyer habe ihm aber ein Wolfsexperte dazu geraten.
MH

Einen Filmbeitrag des NDR zu den Geschehnissen finden Sie hier.


In einem aktuellen Brief an das Umweltministerium bittet Bürgermeister Meyer die Staatssekretärin Almut Kottwitz um Unterstützung.