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Wolfsabschuss: Abschüsse in Niedersachsen vorläufig gestoppt

Woelfe-in-Regen © AB Photography - stock.adobe.com
Die Abschussgenehmigungen für den Raum Cuxhaven wurden vorerst ausgesetzt.

Im Raum Cuxhaven (Niedersachsen) darf vorerst kein Wolf geschossen werden – das hat nun das Verwaltungsgericht Cloppenburg festgelegt. Das Gericht folgt damit zwei Eilanträgen von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und dem Freundeskreis freilebender Wölfe, die gegen die im Januar erteilte Ausnahmegenehmigung Widerspruch eingelegt hatten.

Keine klare Zuordnung zu Schäden

Der für die Abschussgenehmigung zuständige Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat nach Ansicht des Gerichts voraussichtlich gegen geltendes Recht bei der Ausstellung der Genehmigung verstoßen. „Es fehle unter anderem an einer für die Abschussgenehmigung eines Wolfes notwendigen klaren Zuordnung der Schäden zu einem bestimmten Rudel. Im Fall des Rudels bei Garlstedt (Landkreis Osterholz) fehlt dem Gericht zudem eine hinreichende Tatsachengrundlage dafür, dass Wölfe aus dem Rudel gelernt haben, Schutzvorkehrungen wie Zäune zu überwinden, und dieses Verhalten auch weitergeben haben. „Somit fehlt es bezüglich dieses Rudels an dem Erfordernis, dass von diesem Rudel die Gefahr ernster landwirtschaftlicher Schäden ausgeht“, gibt der „NDR“ die Begrüdnung des Gerichts wieder.


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