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Wolfs-Veranstaltung eskaliert

Beim Wolfplenum blieb es glücklicherweise bei verbalen Auseinandersetzungen (Symbolbild).


Wie die „Lausitzer Rundschau“ berichtet, endete die Veranstaltung in Vorwürfen und Chaos. Mehrfach stand der Abbruch kurz bevor. Und das, obwohl Umweltsekretärin Carolin Schilde offenbar um Schadensbegrenzung bemüht war. Sie verkündete nämlich, dass Problemwölfe nach Einzelfallentscheidungen geschossen werden sollen. Doch eine Obergrenze für die Wolfspopulation könne man nach wie vor nicht festlegen.

Insgesamt wurde dem Ministerium eine schlechte Vorbereitung für das Treffen attestiert. Zum einen wurde den Teilnehmern erst zwei Tage zuvor die Tagesordnung zugesandt. Des Weiteren sei die Ministeriums-Präsentation nicht wertfrei gewesen. Argumente, wie der erteilte Förderbescheid in Höhe von knapp einer Million Euro für das Wolfs- und Herdenschutzzentrum oder Ausgaben für Präventionsmaßnahmen von mehr als 800.000 Euro, brachten auch keine Ruhe mehr in die Runde. Befürworter wie Kritiker waren längst bei gegenseitigen Beleidigungen angelangt.

„Das ist, als ob sie uns für doof verkaufen“, wird der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, Dirk-Henner Wellersdorf, von der Zeitung zitiert. Der Landesbauernverband legte nach. „Wenn eine Fachveranstaltung quasi abgebrochen werden muss, weil sie dank mangelnder Vorbereitung nicht durchführbar war, spricht das schon eine deutliche Sprache“, so Präsident Henrik Wendorff. Das Ministerium habe sich ein Armutszeugnis geleistet. PM


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