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Wolfs-Protest wächst

Demonstrierende Schäfer vor dem Landtag in Hannover. Foto: dpa


Am vergangenen Donnerstag (12. November) zogen die Demonstranten in der norwegischen Kleinstadt Elverum mit Fackeln durch die Straßen. Nachdem bei der Jagd mehrere Elchhunde durch Wölfe getötet wurden, forderten sie in Form eines stillen Protestmarsches die Regierung auf, Wolfsabschüsse zu erleichtern. Die Initiatoren waren von der Teilnehmerzahl begeistert und fühlen sich in ihrem Vorhaben bekräftigt. An der Veranstaltung nahmen neben Jägern mit ihren Vierbeinern auch Politiker teil.
Demonstriert wurde diese Woche auch in Niedersachsen. Hier waren es aber lediglich rund 50 Vertreter verschiedener Nutztiehrhalter-Verbände, die den Abschuss des „Goldenstedter Wolfes“ verlangen. Nach Aussage der Schäfer sei eine einzige Fähe in den Landkreisen Vechta und Diepholz für die Risse von fast 100 Tieren verantwortlich. Dabei habe sie auch in Schafherden gebeutet, die nach der „Richtlinie Wolf“ als ausreichend geschützt eingestuft wurden.
Rückendeckung bekommen die Protestler von CDU, FDP und SPD, die gleichzeitig Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zum Teil heftig kritisieren. Die Oppositionellen fordern die sofortige Entnahme des Tiers. Doch auch der Koalitionspartner will nun Taten sehen. Der SPD-Abgeordnete Marcus Bosse sagte bei der Landtagsdebatte am vergangenen Mittwoch (11. November): „Wenn es wirklich die Wölfin war, muss eingeschritten werden. Minister Wenzel muss handeln.“ Letztere sagte, dass ein Abschuss gegen geltendes Recht verstoßen würde und die Wölfin deshalb zunächst besendert werden solle.
BS

Einen Filmbeitrag des NDR zu dem Thema finden Sie hier.