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Wolfs-Plan bald im Bundesrat?

Die niedersächische Landesregierung wünscht sich übergeordnete Lösungen zum Umgang mit dem Wolf (Symbolbild).


Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und das Landeskabinett haben am Dienstag entschieden, eine Initiative in den Bundesrat einzubringen, um den Umgang mit dem Wolf klar zu regeln. Die Initiative hat zum Ziel, der Entwicklung der Wolfspopulation mit „konsequentem staatlichem Handeln“ entgegenblicken zu können.

Ein nationales Konzept für den Umgang mit Isegrim soll erstellt werden, in dem auch "Ausnahmetatbestände" zur Entnahme von Problem-Wölfen erweitertet werden. Außerdem soll die Zusammenarbeit im Bereich des Monitorings mit Polen, woher viele deutsche Wölfe stammen, intensiviert werden. Auch die Vorgehensweise mit dem Nachbarland Frankreich und die Umsetzung einzelner Aspekte für Deutschland sollen geprüft werden.

Förderung für Präventationsmaßnahmen

Ebenfalls sollen die Kosten für Weidetierhalter nach diesem Vorschlag national angepasst werden: Präventionsmaßnahmen werden bislang nur mit 80% gefördert. Dies soll auf eine 100%-ige Förderung ausgebaut werden und zudem die Weidetierhaltung in Offenhaltung durch eine „spezielle Prämie“ honoriert werden.

20 Wolfsrudel, einige Paare und Einzeltiere leben mittlerweile dauerhaft in Niedersachsen.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat aktuell eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, wie der Umgang mit dem Wolf vorzustellen ist. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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