Home News Wolfs-Nachwuchs bestätigt: Ministerpräsident will Obergrenze

Wolfs-Nachwuchs bestätigt: Ministerpräsident will Obergrenze

Spaziergänger fanden einen einzelnen Wolfswelpen in Sachsen (Symbolbild). © Michael Breuer

Seit dieser Woche liegen für mehrere Gebiete Reproduktionsnachweise von Wölfen vor. Auf dem Schießstand Rheinmetall sind es mindestens vier Jungtiere. Außerdem wurden bei Barnstorf und Schneverdingen jeweils Fähen mit sichtbarem Gesäuge filmisch bzw. fotografisch festgehalten. „In Niedersachsen sind damit nun offiziell elf Wolfsrudel bestätigt“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN). Im Raum Garlstedt (Landkreis Osterholz) wurde Mitte Mai zudem ein neues Paar entdeckt.

Damit wächst die Population in Niedersachsen weiter stetig an. Zumindest regional entspricht das aber nicht den Vorstellungen des Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Denn zuletzt hatte der Politiker in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ intensive Gespräche mit der Bundesregierung angekündigt. Dort will er anregen, „den Bestand von Wölfen auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen“ und verhaltensauffällige Tiere konsequenter zu entnehmen. Seine Parteifreundin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich allerdings erst kürzlich gegen eine Reduktion ausgesprochen. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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