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Wolf verfolgt Spaziergängerin: Das sagt das Umweltministerium

Wolf-Hund-Begegnung © screenshot facebook
Zunächst angelockt von dem Artgenossen, dreht der Wolf wenige Meter vor der Hündin wieder ab, bleibt aber in der Nähe.

Ein Wolf näherte sich bei Wietzendorf (LK Heidekreis/ Niedersachsen) am Morgen des 13. April bis auf wenige Meter einer Frau mit ihrem Hund. Die Joggerin filmte die Annäherungen des Raubtieres, während sie es mit schriller Stimme zu verjagen versuchte. Isegrim ließ sich davon jedoch kaum beeindrucken, folgte dem Gespann interessiert und kam mitunter bis auf unmittelbare Nähe an Zwei- und Vierbeiner heran. Das Bellen der Hündin schien den Großräuber eher anzulocken, als ihn in die Flucht zu schlagen.

Wie die Begegnung ohne Hund verlaufen wäre, sei schwer zu sagen

„Die Frau hat sich auf jeden Fall richtig verhalten“, erklärt Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen, gegenüber der Redaktion. „Sie hat ihren Hund an die kurze Leine genommen, den Wolf angeschrien und sich langsam fortbewegt.“ Laut der Aussage des Wolfsexperten handelt es sich dem Verhalten und seinem Aussehen nach wohl um ein Jungtier. „Der Wolf zeigte großes Interesse, vermutlich mehr an seinem fremden Artgenossen, als an der Dame. Es sah nicht so aus, als ob das Tier auf der Jagd gewesen wäre. Eher so, als wolle es gerne wissen, wer der Artgenosse ist und was dieser macht. Dennoch eine unschöne Begegnung. Wie sie ohne Hund verlaufen wäre, ist schwer zu sagen.“ Fraglich sei, ob tatsächlich alle Vorfälle gemeldet würden. Oftmals fürchteten die Menschen den Spott der Wolfsfanatiker. „Wir nehmen alle Wolfsmeldungen sehr ernst. Es ist wichtig, dass wir über solche Begegnungen informiert werden, damit wir einen genaueren Überblick darüber haben, wo auffällige Wölfe vorkommen“, appelliert Reding an die Bürger.

Auch das Umweltministerium zweifelt nicht an der Authenzität des Videos und bestätigt: „Wölfe sind keine Kuscheltiere.“ Gegenüber der Redaktion gab das Ministerium an, die Lage intensiv zu beobachten. „Solche Nahbegegnungen sind keine Einzelfälle. Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, müssen entsprechende Schritte eingeleitet werden.“ Ausdrücklich bedankt sich das Umweltministerium bei der Spaziergängerin für ihre Dokumentation.


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