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Wolf: Urteil zum Wolfsabschuss auf Drückjagd nicht rechtskräftig

Christian Teppe
am
Montag, 28.06.2021 - 14:53
Wolf-Portraet © Etienne BRUNELLE/Naturimages – stock.adobe.com
Der erlegte Wolf hatte auf einer Drückjagd Hunde angegriffen und wurde daraufhin geschossen (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat im Urteil zum geschossenen Wolf Berufung eingelegt. Das dortige Amtsgericht hatte den niederländischen Jäger, der während einer Drückjagd in Brandenburg im Januar 2019 einen Wolf geschossen hatte, vor einer Woche freigesprochen.

Auch wenn die schriftliche Urteilsbegründung noch auf sich warten lässt, hatte die Staatsanwaltschaft nur eine Woche Zeit, Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam einzulegen.

Damit war zu rechnen; denn die Strafverfolgungsbehörden – auch die anklagende Staatsanwaltschaft – benötigt Rechtssicherheit. Diese brauchen auch Jägerinnen und Jäger die in der Zukunft mit ähnlichen Situationen konfrontiert sein könnten.

Da das Urteil, nicht nur aus jagender Strafverteidigersicht, nachvollziehbar und rechtlich völlig begründet ist, ist davon auszugehen, dass das Urteil der Berufung standhalten wird. Eine sachliche Begleitung des Prozesses, fernab von Polemik und Siegestaumel, dürfte der Jägerschaft gut zu Gesicht stehen und zeigen, dass sich die Jäger – im Gegensatz zu Anderen – auf dem Boden des Gesetzes bewegen und Tag für Tag ihre Verfassungstreue unter Beweis stellen.