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Wolf tot aufgefunden: War es der gesuchte Problemwolf?

Wolf-seitlich © bennytrapp - stock.adobe.com
Ob es sich bei dem erlegten Wolf um den gesuchten Problemwolf handelt, ist noch unklar (Symbolfoto).

Am Mittwochmorgen fand ein Treckerfahrer in der Nähe von Dörverden (Niedersachsen) einen toten Wolf. Wie die kreiszeitung.de berichtet, hatte der Mann nach seinem Fund umgehend die Besitzerin der Wiese informiert. Diese alarmierte daraufhin den zuständigen Wolfsberater.

Wie die Kreiszeitung weiter schreibt, könnte es sich bei dem Wolfsrüden um den gesuchten Leitrüden des Rodewalder Rudels handeln. Der zuständige Wolfsberater habe auf Anfrage mitgeteilt, dass der Rüde vom Gebäude her durchaus an den Rodewalder Wolf erinnere. Weitere Untersuchungen sollen nun Klarheit bringen. Der Wolf werde dazu am Donnerstag in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Gleichzeitig ermittle die Polizei aufgrund der illegalen Erlegung des Wolfes.

Für mehr als 40 tote Nutztiere verantwortlich

Anfang des Jahres hatte der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfes GW717m erteilt. Der Rüde hatte in der Vergangenheit wiederholt Rinder gerissen und gilt als verantwortlich für die Tötung von über 40 Nutztieren (Schafe, Rinder, Ponys sowie ein Alpaka). Da die Jagd auf den Problemwolf bisher erfolglos war, wurde sie erst gestern verlängert. Obwohl sich mehrere Wölfe in dem fraglichen Territorium aufhalten, seien sich die Verantwortlichen sicher, den richtigen Wolf zu erkennen und gezielt erlegen zu können. Denn das zum Abschuss freigegebene Tier sei an „optischen Merkmalen zu erkennen“, so Olaf Lies. Warum dies bei dem aufgefundenen, toten Wolf nun nicht möglich ist, bleibt unklar.

+++ UPDATE +++

Entgegen erster Berichte wurde der Wolf doch nicht erschossen. Dies gab Umweltminister Lies gestern Abend auf seiner Facebook-Seite bekannt. Erste Untersuchungen am IZW hätten ergeben, dass der Wolf wohl starke Bissverletzungen aufwies. Ob diese zum Tod des Rüden führten, ist weiter unbekannt.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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