Wolf tötet Schaf nahe bei Siedlung

Es ist bereits das 17 Schaf, das in diesem Jahr auf das Konto der in der Lausitz lebenden Wölfe geht – und doch hat es eine besondere Bewandtnis damit: Es wurde vergangenen Freitag unmittelbar neben einem Wohnhaus gerissen (Foto: H. Gbureck). Ist der Wolf jetzt unterwegs in die Siedlungen? Diese Frage stellen sich zumindest die betroffenen Bewohner der Region. Wie der örtliche "Wochenkurier" berichtet, haben Sachverständige des zuständigen Landratsamtes und des "Wildbiologischen Büros Lupus" den Kadaver in der Ortschaft Nardt (Sachsen) in Augenschein genommen, um sich davon zu überzeugen, dass es sich wirklich um einen Wolfsriss handelt.
Doch auch das nützt dem betroffenen Schafhalter wahrscheinlich nichts: Das gerissen Schaf war lediglich angepflockt, aber nicht mit Zäunen oder durch Hunde gesichert – weswegen es wohl keine Entschädigung durch den Freistaat geben dürfte. Zu allem Überfluss war das gerissene Tier auch noch trächtig. Wolfsgegner und Wolfsbefürworter liefern sich seit längerem eine heftige Diskussion um den Umgang mit dem zurückgekehrten Raubtier (siehe "unsere Jagd" 11/2009). RJE