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Wolf-Schütze vor Gericht

Der im Westerwald von einem 71-jährigen Jäger geschossene "Wolf". Foto: Polizei


Der 71-jährige Jäger, der im April 2012 bei Montabaur im Westerwald einen Wolf erlegte, hat gegen den Strafbefehl, der ihm eine Geldstrafe von 2500 Euro auferlegte, Einspruch eingelegt. Der Jäger muss sich jetzt vor dem Montabaurer Amtsgericht verantworten. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Jäger bis zu drei Jahre Haft.
Der Mann aus dem Raum Köln hatte zugegeben, den Wolf durch einen Gewehrschuss getötet zu haben. Er will das Tier für einen Hund gehalten haben, der Rehe gehetzt habe. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 71-Jährigen vor, gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen zu haben. Angelastet wird ihm ferner, dass er trotz schlechter Sicht und ohne genaue Kenntnis des Reviers geschossen hat. Auch habe er keine Erlaubnis gehabt, wildernde Hunde zu töten. Dass sich dort ein Wolf aufhalte, habe er durch die Presse wissen müssen. Es wird vermutet, dass es sich um den Grauhund handelte, der im Februar im Kreis Neuwied entdeckt und fotografiert wurde. Es war die erste mit Bildern belegte Sichtung eines Wolfes seit 123 Jahren in Rheinland-Pfalz.
PB