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Wolf in Rosenheim

Macht es sich Isegrim jetzt auch in Bayern gemütlich? Foto: Eva Pum


Das Alttier wurde am vergangenen Wochenende (um den 23. März) in einem Gebiet zwischen Brannenburg und Oberaudorf aufgefunden. Mitglieder des „Netzwerks Große Beutegreifer“ haben den Fund dokumentiert. „Die Umstände und Merkmale des getöteten Tiers deuten auf einen großen Caniden (hundeartiges Tier) als Verursacher hin – ein Wolf kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU).
Umgehend wurden weitere Schritte in die Wege geleitet und die zur sicheren Abklärung notwendigen genetischen Analysen beauftragt. Diese sollen voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen vorliegen. Die Behörden vor Ort wurden durch das LfU, dass im Freistaat für das Wildtiermanagement von großen Beutegreifern zuständig ist, bereits informiert. Es ist auch Ansprechpartner für Bürger und Landwirte (mehr Infos hier).
Bayern, vor allem der Bayerische Wald, gehört laut Experten zu den Wolfserwartungsländern. Bisher konnten nur "streunende" Einzeltiere nachgewiesen werden. Wie zum Beispiel im Mai 2006, als am Starnberger See ein aus Italien stammender Wolf in der Nähe von Pöcking überfahren wurde.
PM /BS

Aktualisierung vom 28. März

Die ersten Ergebnisse der genetischen Analyse haben den Anfangsverdacht bestätigt, dass das Alttier im Landkreis Rosenheim durch einen Wolf gerissen wurde. Demnach komme das Tier aus einer Population in den Südwestalpen. Erkenntnisse über das Geschlecht sowie die genaue Abstammung des Grauhundes werden im Laufe der kommenden Woche erwartet.
PM

Aktualisierung vom 7. April

Die weitere Auswertung der genetischen Analyse hat das Geschlecht des Wolfes als männlich bestimmt. Abschließend soll bis Ende April geprüft werden, ob der genetische Fingerprint möglicherweise schon einmal im Alpenraum erfasst wurde; damit ließen sich ggf. Rückschlüsse auf das Elternrudel und mögliche Wanderrouten ziehen. Seit dem Riss Ende März liegen dem LfU keine neuen Hinweise auf den Verbleib des Wolfsrüden vor.
Das LfU wurde jedoch heute darüber informiert, dass am vergangenen Wochenende bei Dorfen im Landkreis Erding ein wolfsähnliches Tier fotografiert wurde. Die Bilder werden derzeit von Experten ausgewertet. Die Behörden, Interessengruppen und Nutztierhalterverbände vor Ort wurden bereits durch das LfU informiert.
PM