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Wolf am Riss gestört

Dieser Schaufler wurde kurz vor der Aufnahme von einem Wolf gerissen. Foto: H. Schiefelbein


Rund 150 Metern hinter den Häusern am Straßenrand kauerte der Rückkehrer an seinem Riss, einem sieben- bis achtjährigen Damhirsch. "Als ich näher kam, flüchtete der Wolf in den Mais", so Hoops. Unweit davon entdeckte er über mehrere Quadratmeter abgeknickte Maispflanzen, die laut des Beobachters auf einen "harten Todeskampf" schließen lassen würden. Auch für den verständigten Wolfsbeauftragten Olaf Kuball wurden die Spuren eindeutig von Isegrim zurückgelassen: "Auf Bilder dieser Art – wohl nicht immer direkt an der Straße – muss sich die Bevölkerung einstellen." Das sei eben die Natur.
Der Sprecher der Armstorfer Jägerschaft, Hinrich Hildebrandt, sagte, dass in der Gemarkung der Bestand an Reh- und Damwild rapide abgenommen habe. "Wir finden fast täglich Überreste." Gestützt werden diese Annahmen von Kreisjägermeister Ahrend Müller, der von rückläufigen Streckenplänen beim Schalenwild berichtet. Das nachgewiesene Cuxhavener Wolfspaar soll jetzt auch Nachwuchs bekommen haben. Es soll bereits mehrere Sichtungen gegeben haben. Offiziell bestätigt wurde dies aber bisher nicht.
Heine Schiefelbein