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Wolf reisst Schaf neben Schäferin


Eine Schäferin in Freistatt (Lkr. Diepholz/ Niedersachsen) musste am Mittwoch den 15. November mit ansehen, wie ein Wolf eines ihrer Schafe attackierte. Wie das Wolfsbüro in Hannover gegenüber der Redaktion erklärte, war die Dame gerade dabei gewesen, ihre vier Herdenschutzhunde in den Stall zu bringen, als ein Wolf die Gelegenheit nutzte und über den Zaun sprang. Er griff eines der Weidetiere an und verletzte es schwer. Die Schäferin kehrte zurück und konnte den Grauhund vertreiben. Laut "kreiszeitung.de" hatte sie sich nur 40 Meter entfernt aufgehalten. Ein Veterinär des Wolfsbüros musste das Schaf einschläfern. Seitens der Arbeitsgemeinschaft Diepholzer Moorschnucken, zu der die Schafherde gehört, wollte man sich noch nicht zu dem Vorfall äußern.

Erhaltungszustand wird überprüft

Auch der BfN hatte kürzlich erklärt, dass es die „natürliche Scheu“ von Wildtieren gegenüber Menschen nicht gebe. Die Umweltministerkonferenz in Potsdam behandelte den Wolf als Thema mit erster Priorität. Dabei wurde laut Protokoll festgestellt, dass die Weidetierhaltung unverzichtbar sei. Außerdem hätten die Minister der Länder eine einheitliche Definition für auffällige Wölfe gefordert. Gemeinsam mit Polen soll nun untersucht werden, wie sich Erhaltungszustand der Population in den beiden Ländern darstellt. Dieser soll ab sofort jedes Jahr aufgrund von aktuellen Monitoringergebnissen neu festgestellt werden.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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