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Wolf: Präventionsmaßnahmen steigen auf über 8 Millionen Euro an

Wolf-am-Riss © Xaver Klaussner - stock.adobe.com
Nicht nur die Anzahl der Übergriffe ist gestiegen, auch für Prävention und Schadensausgleich wurde 2019 deutlich mehr gezahlt.

Nicht nur die Anzahl der Wölfe und Wolfsübergriffe ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen, auch die Präventions- und Ausgleichszahlungen erhöhten sich enorm. Wie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) berichtet, gab es im Monitoringjahr 2018/2019 105 Rudel, 29 Wolfspaare sowie 11 territoriale Einzeltiere. Die meisten Übergriffe von Wölfen auf Haus- und Nutztiere wurden laut des DBBW dort verzeichnet, wo Wölfe neue Territorien etablieren. Bis auf in Berlin, Bremen, Hamburg und dem Saarland wurden aus jedem Bundesland Schäden gemeldet.

Am häufigsten fielen Schafe Isegrim zum Opfer, gefolgt von Gehegewild. Insgesamt wurden bei 887 Übergriffen 2894 Tiere verletzt, getötet oder als vermisst gemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 2067 Tiere bei 639 Übergriffen.

Neben Schafen, Ziegen, Rindern und Gehegewild, wurden auch Angriffe auf 11 Pferde, 1 Alapaka sowie 2 Hunde registriert.

Rekordsummen ausgezahlt

Gaben die Bundesländer im Jahr 2018 noch rund 2.380.000 Euro für Herdenschutzmaßnahmen aus, stiegen die Ausgaben 2019 auf 8.038.110 Euro. Für Schadensausgleiche wurden 418.246 Euro gezahlt, im Jahr zuvor waren es noch 231.790 Euro.


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