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Wolf: Niedersächsisches OVG betrachtet Abschuss als rechtsmäßig

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Mittwoch, 25.11.2020 - 12:15
Wolf-zurueckblickend © Piotr Krzeslak - stock.adobe.com
Das Oberverwaltungsgericht hat den Abschuss des Rodewalder Rüden als rechtsmäßig eingestuft.

Die „Jagd“ auf den Leitrüden des Rodewalder Rudels kann nun, rechtlich gesehen, weitergehen. Der 4. Senat des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts lehnte eine Beschwerde einer Naturschutzorganisation ab, welche einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Oldenburg eingereicht hatte. Die gerichtliche Entscheidung ist nun unanfechtbar.

Der Leitrüde des Rodewalder Rudels, der die Kennung GW717m trägt, hat nachweislich mehrfach Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Nutztiere gerissen. Aus diesem Grund wurde erstmals im Januar 2019 eine Ausnahmegenehmigung erteilt, um den Wolf zu entnehmen.

Abschussgenehmigung bis zum 31. Dezember gültig

Einer vom niedersächsischen Umweltministerium engagierten Firma gelang der Abschuss jedoch nicht und die Genehmigung lief nach mehrfacher Verlängerung aus. Nach der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes erteilte das NLWKN am 17. Juli 2020 erneut eine Abschussgenehmigung. Diese ist bis zum 31. Dezember 2020 gültig. Jedoch wurde der Abschuss während des laufenden Verfahrens vorläufig eingestellt.

Laut niedersächsischem Oberverwaltungsgericht ist in der Genehmigung zudem ausführlich ausgeführt, dass ein Wolf auch dann getötet werden darf, wenn er nicht anhand leicht erkennbarer äußerer Merkmale (etwa einer besonderen Fellzeichnung) als der gesuchte Rüde identifiziert werden kann, und dass diese Vorgehensweise gegebenenfalls bis zur Tötung des Leitrüden oder bis zum Ausbleiben weiterer Weidetierrisse fortgesetzt werden darf. Zumutbare Alternativen zur Tötung seien nicht ersichtlich.


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