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Ja zu Wolf- und Luchsabschuss

Verschiedene Schweizer Verbände befürworten Regulationsabschüsse von Großraubtieren. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks

Seit Ende 2010 arbeiteten die Verbände JagdSchweiz, Pro Natura, Schweizerischem Schafzuchtverband und WWF Schweiz an einem entsprechenden Papier. Laut WWF Schweiz betrachten alle Verbände Rückkehr und Bestandsentwicklungen von Großraubtieren in der Schweiz als natürlichen Prozess. "Regulationsabschüsse werden nicht ausgeschlossen, wenn dadurch deren Bestand nicht gefährdet wird", heißt es in der gemeinsamen Presseinformation. Zum gemeinsamen Konzept gehört, dass bei Nutztieren zu Schaden gehende Einzeltiere erlegt werden dürfen. Parallel dazu sollen weitere Strategien zum Schutz von Nutztierherden entwickelt werden wie Umtriebsweiden, Schutzhunde und Behirtung.
Die vier Beteiligten hoffen nun, Konflikte künftig nicht mehr medial oder gerichtlich lösen zu müssen, sondern am Sitzungstisch oder bei Feldbegehungen klären zu können. Zu den beschlossenden Handlungsfeldern gehört die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, um lebensfähige Populationen von Grossraubtieren im Alpen- und Jurabogen zu sichern – im Einklang mit nachhaltiger Landwirtschaft und Jagd. "Luchs und Wolf sind in unserer einheimischen Tierwelt heute wieder präsent wie Reh, Hirsch und Gämse. Eine nachhaltige Jagd ist auch mit der Anwesenheit von Grossraubtieren möglich", sagt Peter Zenklusen, Vizepräsident von JagdSchweiz. Unterstützt und moderiert wurden die vier Verbände vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und der KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Großraubtiere in der Schweiz).
Bettina Diercks