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Wolf kommt weg

Bald Geschichte? Der Problemwolf (r.) in Freiheit. Foto: J. Borris


Der Vorfall ereignete sich nahe der Kreisstadt Celle. Dort war in einem Wald eine dreiköpfige Familie mit Hund unterwegs als es zum Nahkontakt mit einem besenderten Wolf kam. Unklar ist, wo der Vierbeiner verletzt wurde und um welche Rasse es sich handelt. Dies wusste auch Achim Stolz, Pressesprecher des NLWKN (Niedersächsisches Amt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) nicht, der den Übergriff eines besenderten Wolfes bestätigte. Obwohl der Hund angeleint war, sei es zur Beißerei gekommen. Stolz sprach von leichten Verletzungen, die veterinärärztlich behandelt werden mussten. Seit Montagvormittag sei ein Mitarbeiter des Wolfsbüros vor Ort, um Details zum Vorfall abzuklären und mit der Familie zu sprechen.
Am Montagabend stand der Täter fest. Bei dem Wolf handelt es sich um den bereits auffälligen Rüden, der vor wenigen Wochen von einem schwedischen Experten vergrämt wurde. "Nach den aktuellen Erkenntnissen hat sich das Tier mit kaum noch erkennbarer Scheu den Spaziergängern so dicht genähert, dass wir veranlasst haben, unverzüglich für eine Entnahme zu sorgen", teilte Staatssekretärin Almut Kottwitz mit. Deshalb habe das Umweltministerium den Auftrag erteilt, den Wolf zu betäuben und ihn in ein Gehege zu transportieren. Über den weiteren Ablauf werde informiert, heißt es.
MH

 

Aktualisierung

Wie die dpa mitteilt, soll der Wolf mit der Kennung MT6 in ein Gehege in Springe (Region Hannover) gebracht werden.
 

Aktualisierung

Momentan seien Experten des Niedersächsischen Wolfsbüros vor Ort, um "MT6" zu betäuben. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Tier auch getötet wird", sagte Rudi Zimmeck, Sprecher des Umweltministeriums im Gespräch mit der Redaktion. Sofern die Betäubungsversuche scheiterten, könnte diese Maßnahme auch durch Polizeibeamte erfolgen.
MH

 

Aktualisierung vom 28. April 2016:

Der besenderte Wolf aus dem Munsteraner Rudel (MT6) ist tot. "Entsprechend der Anordnung des Ministeriums wurde das Tier am Mittwochabend im Landkreis Heidekreis im Rahmen einer Maßnahme zur Gefahrenabwehr letal entnommen", teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit.
PM

 

Video: Der jetzt entnommene Wolf am Kasernenzaun