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Wolf im Koffer

Der gefundene Wolf: Zu Angaben über die Herkunft und warum er das Präparat hat, war der Mann nicht bereit.


Wie erst jetzt bekannt wurde, stießen die Beamten vergangene Woche (25. April 2017) bei einer Routinekonrolle auf das Gepäckstück. Es gehörte einem 34-jährigen Passagier aus Deutschland, der aus der Ukraine angereist war. In seinem Koffer fanden die Zöllner ein komplettes Wolfsfell mit Schädel.

"Wölfe sind vom Aussterben bedrohte Tiere und deswegen im Washingtoner Artenschutzübereinkommen sowie in der EU-Artenschutzverordnung gelistet und dürfen nur mit den erforderlichen Dokumenten eingeführt werden", so Marie Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts München.

Da der Mann die erforderlichen Dokumente nicht vorlegen konnte und sich auch sonst zur Herkunft des Tiers ausschwieg, wurde das Präparat beschlagnahmt. Außerdem hat man ein Strafverfahren gegen den 34-Jährigen eingeleitet.

Kurios ist, dass im Zusammenhang mit Isegrim, ein "vom Aussterben bedrohtes Tier", gleichzeitig über den Einsatz einer Anti-Baby-Pille gesprochen und scheinbar auch schon geforscht wird. Darüber berichtete die Märkische Allgemeine im Vorfeld der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow (Brandenburg), die heute zu Ende geht. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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