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Wolf getötet: Fähe hatte sich mehrfach mit Hunden gepaart

Wolf-in-Nahaufnahme © Matthieu - stock.adobe.com
Die Wölfin hatte sich im Vorfeld mehrfach mit Hunden gepaart und wurd deshalb getötet (Symbolbild).

Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag bei Schwaan eine Wolfsfähe erlegt. Das Tier soll sich im Vorfeld mehrfach mit einem Hund gepaart haben, sodass die Gefahr einer Hybridisierung bestand. „Behördliche Bedienstete“ erlegten die Wölfin, nachdem im Vorfeld Versuche gescheitert waren, den Wolf mit einer Falle zu fangen. Auch Bemühungen, die Wolfsfähe mit einem Betäubungsgewehr zu narkotisieren waren fehl geschlagen, da das Tier sich außerhalb der Reichweite aufhielt.

Abschuss aus Gründen des Artenschutzes notwendig

Durch den Abschuss wolle man die Gefahr einer Hybridisierung abwenden. Das Ministerium hatte im Vorfeld beim Landkreis Rostock einen Antrag auf eine „artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Tötung der Wolfsfähe und die entsprechenende waffenrechtliche Zulassung“ gestellt, welche auch erteilt wurde. Umweltminister Till Backhaus sagte zu der Entnahme: „Ich betone, dass die Tötung der Wölfin aus Gründen des Artenschutzes notwendig war, auch wenn es mir leidtut, dass diese Wolfsfähe sterben musste.“ Das getötete Tier soll nun im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht werden.

Wolfssichtungen in Hünxe?

Angeblich aus Hünxe (Kreis Wesel/ Nordrhein-Westfalen) kursiert derzeit in Video in den sozialen Netzwerken. Die Aufnahmen, welche am Ostersamstag entstanden sein sollen, zeigen zwei Wölfe in der Nähe eines Wohnhauses. Bei einem der Tiere könnte es sich um die bereits bekannte Fähe "Gloria" (GW954f) handeln. Gegenüber "RP Online" sagte Revierförster Michael Herbrecht, dass es wohl schon seit längerem Hinweise auf einen zweiten Wolf im Wolfsgebiet Schermbeck gebe.


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