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Wolf: Fund im Schwarzwald – Neue Leitlinie in Sachsen-Anhalt

Redaktion jagderleben
am
Dienstag, 11.07.2017 - 16:11
Dieser tote Wolf wurde im Juli 2017 im Schluchsee gefunden. © Annemarie Steinle
Dieser tote Wolf wurde im Juli 2017 im Schluchsee gefunden.

Am Samstag wurde in Baden-Württemberg ein Wolf mit Brustverletzungen im Schluchsee (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) aufgefunden. Die Aufklärung der Todesursache wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Tier wird aktuell von der Forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg untersucht. Möglicherweise handelt es sich um den Rüden, der vor zwei Wochen erstmals am Bodensee gesichtet wurde.

Sachsen-Anhalt ändert Umgang mit Wolf

Das Umweltministerium Sachsen-Anhalt hat seine Handlungsempfehlung zum Thema Isegrim aktualisiert. Dabei kommen einige Neuerungen für den Umgang mit auffälligen Tieren zur Sprache. Unter anderem liefert die Leitlinie eine Grundlage zur Einstufung als „verhaltensauffällig“. Vor allem geht es um solche Individuen, die sich häufig und trotz ausreichender Schutzmaßnahmen an Nutztieren vergreifen. Auch Wölfe, die "dreistes Verhalten" und erhöhte Aggressivität gegenüber Menschen an den Tag legen, gelten als auffällig.

Wörtlich heißt es: „Eine Entnahme oder die Tötung eines einzelnen Wolfes kann im Einzelfall im Interesse der Gesundheit des Menschen oder der öffentlichen Sicherheit zulässig sein“. Dies gilt allerdings erst dann, wenn alle alternativen Maßnahmen ausgeschlossen wurden. Sollte es soweit kommen, wird die Entnahme direkt vom Umweltministerium, in Absprache mit dem Wolfskompetenzzentrum und der Naturschutzbehörde, angeordnet.

Für verletzte Tiere gilt, dass stets das Wolfskompetenzzentrum zu verständigen ist. Dieses zieht, wenn nötig tierärztlichen Rat zur Beurteilung der Genesungschancen heran und erteilt gegebenefalls eine Sondergenehmigung zur Tötung des Tiers. Damit sind Situationen, wie im April diesen Jahres, auch weiterhin nicht ausgeschlossen. PM/SBA